Mit SpeedCommander 13.30 gibt es einige Änderungen hinter den Kulissen. Die wohl größte ist die Umstellung auf die CRT/MFC sowie den Compiler/Linker von Visual Studio 2010. Dazu wurden die Komponenten Scintilla, OpenSSL und UnRar auf die aktuellen Versionen aktualisiert.
In den Registerkarten können nun auf Wunsch nur die Laufwerksbezeichner anstatt der Ordnernamen angezeigt werden. Durch einen Doppelklick in den freien Bereich wird eine neue Registerkarte erstellt. Beim Kopieren von Dateien größer als 4 GiB auf einen FAT32-Datenträger erscheint nun eine aussagekräftigere Fehlermeldung.
Mit SpeedCommander 13.00 wurden die Dateien beim Doppelklick in der Listenansicht mit Hilfe des Kontextmenüs gestartet. Dazu wurde mit den markierten Dateien ein Kontextmenüobjekt initialisiert und mit dessen Methoden die Dateien geöffnet. Seitdem war auf meinem System aber zu beobachten, dass beim Öffnen von Mediendateien mit dem Media Player ab und zu mal die Meldung Starten des Servers fehlgeschlagen angezeigt wurde, die ich in den vorherigen Versionen nie zu sehen bekam. Aus diesem Grund öffnet SpeedCommander 13.30 die Dateien wieder mit der bewährten Windows-Funktion ShellExecuteEx. Über einen Schalter in der SpeedCommander.ini lässt sich die gewünschte Methode anpassen:
[FolderWndShell] OpenWithContextMenu=0
0 ist Standard und steht für ShellExecuteEx, mit 1 werden die Kontextmenü-Methoden verwendet.
Dazu gibt es noch einen Schalter, mit dem sich die Verzögerung bei der Anzeige des InfoTip-Fensters beim Überfahren der Laufwerkssymbole mit der Maus einstellen lässt. In den ersten Betaversionen von SpeedCommander 13.00 gab es unter Umständen kleine Hänger, wenn der Mauszeiger bei der Laufwerksauswahl eine kurze Zeit über einem Netzlaufwerk verweilte und die Anzeige der Speicherplatzanzeige für die Laufwerkssymbole aktiviert ist. Mit dem folgenden Schalter lässt sich der Mindestaufenthalt des Mauszeigers über einem Laufwerkssymbol nun anpassen:
[DriveWnd] InfoTipDelayInitial=0
Mit dem Wert 0 wird die in Windows eingestellte Verzögerung für die Anzeige von InfoTips verwendet, ansonsten erfolgt die Angabe in Millisekunden. Der Wert 2000 bedeutet also, dass man mit dem Mauszeiger zwei Sekunden über einem Laufwerkssymbol verweilen muss, damit das InfoTip-Fenster angezeigt wird.

Welchen Vorteil hatte den das öffnen über das Kontextmenü gegenüber ShellExecuteEx?