Heute gibt es einen Rezeptvorschlag für Visual Studio 2008 R2. Folgende Zutaten werden benötigt:
- 1x installiertes Visual Studio 2008 (System 1)
- 1x installiertes Visual Studio 2010 (System 2, vorzugsweise in einer VM)
Vorgehensweise:
- Installation von .NET 4.0 auf System 1 (befindet sich auf der VS2010-ISO unter WCU\dotNetFramework)
- Kopieren der Release/Debug-Laufzeitbibliotheken (CRT/MFC) in die 32/64-bit Systemverzeichnisse auf System 1 (zu finden unter %VS2010DIR%\VC\redist)
- Kopieren der Symboldateien für CRT/MFC von System 2 nach System 1 (zu finden im Windows-Verzeichnis unter symbols\dll)
- Verschieben der Ordner atlmfc, bin, crt, include und lib aus %VS2008DIR%\VC nach %VS2008DIR%\VC\!VC9
- Kopieren der Ordner atlmfc, bin, crt, include und lib aus %VS2010DIR%\VC nach %VS2008DIR%\VC
- Kopieren der Dateien mspdbsrv.exe, mspdb100.dll, mspdbcore.dll und msobj100.dll aus %VS2010DIR%\Common7\IDE nach %VS2008DIR%\VC\bin
Das Ergebnis ist ein Visual Studio 2008 mit neuem Compiler/Linker sowie den aktuellen Versionen von CRT/MFC. Durch Austauschen der Ordner atlmfc, bin, crt, include und lib kann man jederzeit zwischen originaler und angepasster Version wechseln. Zu beachten ist noch, dass man die Header-/Bibliotheksdateien aus dem Windows 7-SDK verwendet (bzw. die Dateien, die von Visual Studio 2010 installiert wurden).
Eine Gewährleistung für die fehlerfreie Funktionalität wird selbstverständlich ausgeschlossen. Bisher konnte ich aber noch keine Einschränkungen feststellen.

Ist das Visual Studio 2010 so schlecht, das man solche “Verrenkungen” anstellen muss? Oder anders gefragt, was hat Dich dazu veranlasst, das zu tun?