Erweiterte Partition unter Vista erstellen

Wer noch mit DOS und Windows 9x gearbeitet hat, wird sich daran erinnern, dass man Laufwerke mit Daten immer auf erweiterten Partitionen anlegen sollte. Der Grund dafür war, dass DOS bei der Vergabe der Laufwerksbuchstaben immer erst alle vorhandenen primären Partitionen bevorzugte, bevor die erweiterten Partitionen an die Reihe kamen. Dabei war es egal, ob die primäre Partition nun auf der ersten oder auf der vierten Platte lag.

Diese Art der Vergabe ist heute zwar Geschichte, aber trotzdem bevorzuge ich bei Wechseldatenträgern immer noch die erweiterte Partition. Zudem kann man bei einer erweiterten Partition auch mehr als vier Laufwerke anlegen. Bis einschließlich Windows XP war das Erstellen einer erweiterten Partition bequem über die Datenträgerverwaltung möglich. Unter Vista erscheint allerdings die Auswahl zwischen primärer und erweiterter Partition nicht mehr, es wird immer stumpf eine primäre Partition angelegt.

Glücklicherweise gibt es mit DISKPART ein sehr mächtiges Kommandozeilen-Werkzeug, mit dem sich auch erweiterte Partitionen erstellen lassen. Nach dem Aufruf einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten (im Startmenü cmd eingeben und mit Strg+Umschalt+Enter starten) kommt man mit DISKPART in den Konfigurationsmodus.

? zeigt alle möglichen Befehle an. Mit list disk werden die verfügbaren Datenträger aufgelistet. select disk 5 wählt einen Datenträger, 5 steht stellvertretend für die Nummer des gewünschten Datenträger. create partition extended erstellt schließlich die erweiterte Partition. Mit exit wird der Konfigurationsmodus wieder verlassen.

Nach dem Wechsel zur Datenträgerverwaltung sieht man dann die frisch erstellte erweiterte Partition. Nun lassen sich die gewünschten Laufwerke in gewohnter Weise erstellen.

Neue Tastatur

Für die c’t habe ich kürzlich das Wireless Laser Desktop 6000 von Microsoft besprochen, den Bericht findet ihr in der aktuellen Ausgabe (23/2008) auf Seite 64. Mittlerweile steht diese Tastatur auch auf meinem Schreibtisch.

Von meiner alten Tastatur (Microsoft Natural Keyboard Pro) war ich es gewohnt, den Rechner bei längeren Pausen per Standby-Taste in den S3-Energiesparmodus zu schicken. Auf den neueren Modellen scheint diese Funktion trotz Green-IT zu fehlen, aber glücklicherweise lassen sich die meisten Tasten ja umdefinieren. Da auch IntelliType 6.3 keine Energiesparfunktion mehr kennt, habe ich mir ein kleines Programm geschrieben, welches die Funktion SetSystemPowerState aufruft und den Rechner so zum Schlafen bringt.

Nett sind auch die Makrofunktionen von IntelliType. Hier lassen sich mehrere Tastenkombinationen zu einem Makro zusammenfassen und diversen Tasten zuordnen. Die Tastenbelegungen lassen sich auch in Abhängigkeit von der jeweiligen aktiven Anwendung definieren. Die der Tastatur beiliegende Maus ist leider keine Alternative zu meiner Logitech MX 1000. Das ist aber kein großes Problem, da Maus und Tastatur nicht zwingend gemeinsam verwendet werden müssen. Die MX 1000 bleibt also weiter im Einsatz und die andere im Karton.

Die auf der CD enthaltenen Versionen von IntelliType und IntelliPoint können übrigens nur gemeinsam installiert werden. Die auf der Microsoft-Seite erhältlichen Versionen lassen sich dagegen auch einzeln installieren.

Erfolgreich zusammengeführt

Gestern habe ich die Änderungen an den Archivern in den SC12-Zweig übernommen. Bei knapp 700 geänderten Dateien musste ich ungefähr 50 Konflikte selbst auflösen. 45 davon waren Umbenennungen von Quellcodedateien, die sich schnell beheben ließen. Der Rest (Änderungen an gleichnamigen Dateien sowohl im SC12-Zweig als auch im Archiver-Zweig) hatte mich einen Moment länger beschäftigt. Ich merkte erst später, dass sich für diesen Fall der Drei-Wege-Vergleich von Araxis Merge empfehlen würde, der leider nicht Teil meiner Standard-Version ist.

Mit einem 30-Tage-Freischaltcode für die Professional-Version ging die Konfliktlösung dann deutlich einfacher, so dass ich in Kürze das Upgrade auf die Professional-Version von Araxis Merge erwerben werde. Ein abschließender Dateivergleich zwischen dem aktualisierten SC12-Ordner und den geänderten Archivern zeigte dann, dass alle Änderungen korrekt übernommen wurden.

Nachdem ich mich nun sieben Wochen lang fast ausschließlich mit den Archivern beschäftigt hatte, geht es jetzt erst einmal weiter mit Bugfixing für den SC12.

Geschafft

Nach fast sechs Wochen Dauerbeschäftigung mit den Archivern bin ich nun mit allen Archivtypen durch. Bis auf die Kompressoren (von denen ich natürlich die Finger gelassen habe) wurde fast alles auf den Prüfstand gestellt und überarbeitet. Man könnte sogar sagen, dass alles neu zusammengebaut wurde.

Nun weiß ich recht genau, was innerhalb der Archiver so abgeht. Die Pflege und Erweiterung des Programmcodes ist nun wesentlich einfacher. Bisher war es aufgrund des fehlenden Gesamtüberblicks immer nur ein zögerliches Herumtapsen, jetzt kann ich mich im Quellcode wesentlich freier bewegen.

Im Moment läuft es wohl auch darauf hinaus, dass diese Änderungen auch noch in den SpeedCommander 12 einfließen werden. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es schon die 12.40 oder erst die 12.50 wird. Gespannt bin ich schon jetzt auf die Merge-Funktion des TFS, die ich in diesem Umfang bisher noch nicht getestet habe.