Binärpräfixe nach IEC 60027-2

Die meisten von uns haben sich an die eigentlich falschen Binärprefixe KB, MB und GB gewöhnt. Normalerweise definieren die Angaben Kilo, Mega und Giga Zehnerpotenzen, in der Informationstechnik werden sie aber oft auch für Zweierpotenzen verwendet. Je größer die Zahlen werden, umso größer ist auch der Unterschied zwischen einer Zehnerpotenz und der dazu “passenden” Zweierpotenz. Besonders auffällig ist das heute bei Festplatten. Eine Festplatte mit gekauften 320 GB wird in der Windows-Datenträgerverwaltung plötzlich nur noch mit 298 GB angezeigt. Festplattenhersteller rechnen hier mit Zehnerpotenzen (320.000.000.000), während die Größen in der Datenträgerverwaltung in Zweierpotenzen (320.000.000.000 / 1024 / 1024 / 1024) angezeigt werden.

Also Zeit, dass sich was dreht. SpeedCommander 12 wird alle Dateigrößen in den korrekten Einheiten anzeigen (sofern es in seinem Zuständigkeitsbereich liegt). Das mag dem einen oder anderen vielleicht bitter aufstoßen, aber irgendwann muss der Anfang einmal gemacht werden. Die Umstellung ist übrigens auch gar nicht so schwer, schon nach kurzer Zeit liest und schreibt man automatisch in den IEC-Einheiten.

Orcas Beta 1

Auf den MSDN-Seiten steht nun endlich die Beta 1 vom kommenden Visual Studio zum Download bereit. Die ISO-Datei der Professional-Version ist stolze 5455 MiB groß. Wer sich die Team Suite-Version herunterlädt, bei dem fließen 5959 MiB durch die Leitung. Visual Studio 2005 bringt zzgl. MSDN dagegen “nur” 4355 MiB auf die Waage.

Ob in den zusätzlichen 1100 MiB auch der Quellcode für die eigene Anpassung enthalten ist?

Matrix-RAID reloaded

Ok, ich bin rückfällig geworden. Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen, dass das Matrix-RAID unter Vista grundlos herumzickt. Es kann schließlich nicht sein, was nicht sein darf. Christof Windeck von der c’t hatte mir noch einmal Intels gesammelte Hinweise geschickt und an die habe ich mich jetzt genau gehalten.

Die beiden RAID-Festplatten stecken nun an den SATA-Ports 4 und 5, während die zusätzliche Festplatte am Port 6 hängt. Früher steckten die RAID-Platten an 1 und 2 und die zusätzliche Platte an Port 3. Achtung: Auf dem Board und im Handbuch werden die Ports von eins bis sechs hochgezählt, während das RAID-ROM von null bis fünf zählt.

Zudem habe ich den Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\iaStorV\Parameters] gelöscht und die letzte Treiber-Version noch einmal aufgespielt. Der oben genannte Schlüssel wurde nun nicht mehr angelegt, vermutlich macht dies nur das Vista-Installationsprogramm bei einer Neuinstallation.

Die Energiespareinstellungen für Festplatten habe ich dann zur Sicherheit auch noch deaktiviert. Seit einer Woche läuft nun alles gut, auch im Ereignisprotokoll ist bisher noch kein Fehler auftaucht. Aber das heißt sicher noch nichts, lassen wir uns also überraschen.

Urls in eMails nicht umbrechen

In der c’t 8/2007 findet sich ein sehr nützlicher Tip, wie man das Umbrechen von Urls in eMails verhindern kann. In der Regel wird der Text in eMails ja nach einer bestimmten Zeichenzahl umgebrochen, so dass eine Url über mehrere Zeilen nicht mehr angeklickt werden kann und stattdessen mühsam zusammengebastelt werden muss.

Dies lässt sich durch das Einfassen der Url in spitze Klammern verhindern:

<http://wiki.speedproject.de/index.php?title=Absturz_bei_Rechtsklick_%28SpeedCommander%29>

Ausgeraidet

Beim Zusammenbau meines neuen Rechners hatte ich geschrieben, dass mich das Konzept des Matrix-RAID voll überzeugt hat. Mit nur zwei Festplatten lassen sich gleichzeitig ein RAID-0 und ein RAID-1 betreiben. Somit hat man genügend Dampf für das Betriebssystem und ausreichend Sicherheit für die Daten.

Bis Anfang März lief auch alles recht problemlos. Das RAID-1 musste zwar zweimal synchronisiert werden, weil sich das System jeweils nur über einen harten Reset neustarten ließ. Die Synchronisierung läuft aber komplett unter Windows im Hintergrund, so dass man nicht weiter aufgehalten wird.

In den letzten Wochen musste ich aber feststellen, dass das Matrix-RAID in Kombination mit Vista ein paar gemeine Überraschungen bereithält. Nach einem Neustart meldete das Intel Raid-BIOS plöztlich für die erste Festplatte “Error occured”. Damit war das RAID-0 zerstört und das RAID-1 auf “Degreaded” gesetzt. Aber gut, Festplatten können ausfallen. Also fix eine neue Festplatte eingebaut und diese als Ziel für die nötige Synchronisierung vom RAID-1 festgelegt. Das RAID-0 musste neu erstellt werden. Theoretisch war das auch kein großes Problem, da für alle Systeme aktuelle Sicherungen vorlagen. Dummerweise hatte ich diese aber auf einer Partition im RAID-1 und TrueImage wollte die Partition solange nicht anzeigen, bis das RAID-1 wieder synchronisiert war. Ohne Image aber keine Synchronisiation, da diese ja wie oben beschrieben nur in einem laufenden Windows durchgeführt werden kann. Irgendwie habe ich es dann doch noch geschafft. Die Aktion dauerte einen ganzen Tag, aber beim ersten Mal braucht eben alles etwas länger. Daten gingen keine verloren. Zukünftige Sicherungen wollte ich nun auf eine andere Festplatte erstellen.

Blöd ist nur, wenn das gleiche am nächsten Tag erneut passiert. Durch die gesammelten Erfahrungen war ich aber nun etwas abgehärteter. Statt dem Kauf einer weiteren neuen Festplatte habe ich die RAID-Informationen auf der “defekten” Festplatte zurückgesetzt und das RAID wieder frisch initialisiert. Nach dem Zurückspielen der Systeme wurde das RAID-1 unter Windows neu synchronisiert. Die morgendlichen Rechnerstarts in den nächsten Wochen habe ich skeptisch verfolgt, aber es ging alles gut.

Letzte Woche hat der RAID-Teufel wieder zugeschlagen. Einen Tag vor dem Osterurlaub meldete die Intel Storage Manager Console pötzlich mitten im Betrieb, dass beim Schreiben auf RAID-0 Probleme aufgetreten sind. In der Console war wieder die Festplatte 1 als defekt markiert, aber das System lief noch rund. Also habe ich kurzentschlossen alle Daten aus dem RAID-1 auf eine zweite Festplatte kopiert und mir vorgenommen, über die Zukunft des Matrix-RAIDs diese Woche noch einmal gründlich nachzudenken.

Lange Zeit zum Nachdenken gab es aber nicht. Gestern nachmittag brauchte das System wieder viel Zeit, um zwischen zwei Anwendungen hin- und herzuschalten. Zudem glühte die Festplattenleuchte fast ununterbrochen. Nachdem sich der Rechner wieder erholt hatte, tauchte der schon bekannte Hinweis auf ein RAID-0-Problem auf. Auch in der Ereignisanzeige fand sich wieder die Fehlermeldung

Das Gerät \Device\Ide\iaStor0 hat innerhalb der Fehlerwartezeit nicht geantwortet.

Nach einer intensiven Google-Suche ließ sich erkennen, dass ich mit diesem Problem nicht allein dastehe. Es gibt eine Vielzahl von Diskussionen über dieses Problem, aber keine eindeutige Lösung. Intel kann diese Probleme im Labor nicht nachvollziehen und Asus sagt, dem Board wurde bisher noch kein Vista-Kompatibilitätsstempel aufgedrückt. Zwar hat Intel einen Tip bereitgestellt, der mögliche Seiteneffekte einer neuen Installationsroutine von Vista beseitigen soll. Helfen tut dies aber leider auch nicht richtig.

Damit ist nun der Moment gekommen, in dem ich mich vom Matrix-RAID verabschiede. Es macht einfach keinen Spaß mehr, ständig Images zurückspielen zu müssen. Zudem kostet es trotz der mittlerweile erlangten Routine auch immer wieder wertvolle Zeit. Ab sofort laufen auf dem Rechner wieder zwei ganz normale Festplatten im AHCI-Modus und die Daten werden wie früher manuell gesichert.