Eine größere und auch recht bekannte Softwarefirma hat bei uns angefragt, ob wir Interesse an einer Kooperation im ESD-Bereich hätten. Die Firma möchte ihr Portfolio erweitern und SpeedCommander über ihre Kanäle vertreiben. Prinzipiell gibt es gegen eine solche Zusammenarbeit auch nichts einzuwenden, wenn diese Firma nicht auf einen Vertrag in englischer Sprache bestehen würde. Zwei deutsche Firmen mit Sitz in Deutschland schließen einen englischen Vertrag, der sich dann auch noch auf das deutsche Recht bezieht. Ist es schon so weit gekommen?
Englischer Vertrag
8 Antworten zu “Englischer Vertrag”
Erschreckend! Ob sie den Mustervertrag etwa nur noch auf Englisch ausgearbeitet haben und dann nicht mehr zurückübersetzen wollen?
kennst ihr das lufthansa magazin welches man auch bekommt wenn man bei miles & more ganz dicke dabei ist? brrr schaut es mich da vor ein paar tagen wieder mal so richtig. das kann man sich echt nicht durchlesen aber wenn es umsonst ist
ist schon traurig wenn eine deutsche firma nicht in er lage ist in der muttersprache einen vertrag aufzusetzen. das erinnert mich an unseren neuen prof der zu faul ist seine englischen folien ins deutsche zu übersetzen und der deswegen die vorlesung auf englisch halten wollte. wo sind wir denn hier gelandet? hab mich ganz klar für einen deutschsprachigen studiengang entschieden…
Bei sowas denke ich immer an einen genialen Sketch der Comedygruppe Badesalz: “Allclean Service, new face, new services.”
Da haben sie halt eine Fensterreinigungsfirma wo Fenster auf Neudeutsch “Windoweinheiten” und heißes Wasser “boiled water” genannt werden, der Fensterputzer ist der “Cleaning Master”, einfach nur köstlich.
Extremer Gebrauch von Anglizismen wo es nicht not tut.
Der Vertrag scheint von englischen Muttersprachlern formuliert worden zu sein. Möglicherweise sind diese auch am Ende für die ganze Vertragsarbeit zuständig.
Was um alles in der Welt ist denn “ESD-Bereich” ? Kann mich da schon mal hemand schlau machen ?
ESD steht für Electronic Software Distribution, sprich der Verkauf von Lizenzen über das Internet.
Es kommt drauf an: Wenn der Kooperationspartner ein Tochterunternehmen mit englischer Mutter ist, kann ich mir gut vorstellen, dass die Verträge in Englisch gehalten werden.
Diese könnten dann sehr wohl bei der englischsprachigen Mutter “gelagert” werden.
Peter

Na, hoffentlich ist es wenigstens richtiges Englisch, und nicht dieses Lufthansa-Englisch à la “Die First Class”