Produktivitätsstudie für Visual Studio 2005

Microsoft hat Veritest beauftragt, einen Produktivitätsvergleich zwischen ASP.NET und ASP.NET 2.0 zu erstellen. Zwei Entwicklerteams (ASP.NET und ASP.NET 2.0) wurde eine Projektaufgabe gestellt, die vorgegebene Zeit betrug fünf Tage. Der Auftrag war so formuliert, dass es schwer bzw. unmöglich war, ihn in dieser Zeit zu erfüllen.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass mit ASP.NET 2.0 deutliche Produktivitätssteigerungen möglich sind, die vor allem auch auf die neue Entwicklungsumgebung zurückzuführen sind. ASP.NET 2.0-Entwickler erledigen in der gleichen Zeit etwa 113% mehr Aufgaben als ASP.NET-Entwickler. Bei einigen Teilen der Aufgabe wurden einzelne Webseiten sogar bis zu 357% schneller erstellt.

Ob eine Studie für C++-Programmierer zwischen Visual Studio 6 und 2005 auch so ausgehen würde? ;)

4 Antworten zu “Produktivitätsstudie für Visual Studio 2005”

Das muß man halt sehr relativ betrachten. Hab mir das Dingens nicht näher angeschaut, aber die Produktionssteigerungen bei ASP.NET kommen ja hauptsächlich durch den Druck von Seiten PHP. Die erzielten 70% Leistungssteigerung der MS Abteilung geht ja gerade darauf zurück, daß vieles DAU sicherer gemacht wurde. Für kleine Projekte sicher ein Segen, für größere Projekte absolut unbrauchbar. Sowas wie SQL Code direkt in einer HTML Seite mag ja für RAD Fanatiker ok sein, für einen Programmierer der mehrjährige Dinge betreuen muß, ist es unbrauchbar.

Sicher die Intellisense und andere Dinge machen einen deutlich produktiver, will ja selber nicht mehr zu VS2002/2003 zurück, aber so horrend sind die Ergebnisse nur, wenn man die Aufgaben richtig stellt. Mit C++ kann man das bestimmt auch hintricksen ;)

Kommentar von Ramirez — 23.05.2006 @ 13:22

Bin gerade dabei, meine Site auf asp.net 2.0 umzustellen und kann nur bestätigen, dass vieles einfacher, schneller und besser funktioniert. Allein schon die Master Pages rechtfertigen das Upgrade, wenn man vorher mit Copy&Paste oder Include Files rumgefrickelt hat. Der HTML/XML-Editor im VS2005 ist auch wirklich ausgereift. Automatische Validierung und Formatierung, Intellisense usw. sind schon feine Sachen.

Kommentar von Marcus Humann — 23.05.2006 @ 15:36

Gerade den Einfluß der Master Pages finde ich übertrieben. Bis auf die WYSIWYG Ansicht ist das doch rein gar nichts neues. Seit ASP.NET 1.0 konnte man das doch jederzeit machen, indem man eine BasePage gemacht hat, von der alle anderen erben oder man eben seine Seiten nicht als Page sondern als Control erstellt hat. Ein gutes Beispiel ist DotNetNuke. (Copy & Paste bzw. Include Files entstammen doch allenfalls der klassischen ASP Programmierung)

Wie bereits geschrieben, der Einstieg ist deutlich leichter. Viele der Vorteile sind für den Gelegenheitsprogrammierer gemacht. Wer sich mit ASP.NET ausgekannt hat, konnte das alles auch schon genauso machen. Schön ist, und wirklich produktivitätssteigernd, die Unterstützung in der HTML Ansicht und die Tastache, daß die IDE nun nicht mehr im Code rumpfuscht.

Trotzdem besteht der Hauptteil bei der Programmierung aus Business Logic und Vorüberlegungen. Darum waage ich diese Zahlen doch beträchtlich anzuzweifeln.

Den XML Editor als gelungen zu bezeichnen… das sind Tools wie XMLSpy doch noch etwas weiter.

Kommentar von Ramirez — 23.05.2006 @ 17:53

Die Antwort hatte ich schon erwartet ;-)
Klar konnte man sich selbst einen Masterpage-Mechanismus programmieren oder irgendwelche Erweiterungen installieren. Aber ist doch schön, dass es jetzt so einfach geht. Und XMLSpy brauche ich auch nicht zu kaufen :-)

Kommentar von Marcus Humann — 23.05.2006 @ 18:21